IKEA-Onlinekampagne in USA

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Die Schweden möbeln das Weiße Haus auf

IKEA-Website

Historische Momente bewegen die Massen. Als Präsident Obama triumphierend ins Weiße Haus einzog, interpretierte IKEA den „Change“ auf seine Weise: Auf einer frischen Website wendet sich die schwedische Möbel-Marke an den taufrischen Präsidenten und seine First Lady, um in einem offenen Brief den Wandel zu begrüßen. IKEA macht sich augenzwinkernd zum Sprachrohr des amerikanischen Volkes, indem es Offenheit und Mitgestaltung einfordert – und zwar in gewichtigen Themen, wie die Einrichtung des legendären Oval Office.

Und das geht so:

Dear President, Mrs. Obama, at IKEA, we believe that real change begins at home.
Give your commitment to openess and listening to the American people, we have created a forum, where the public could make suggestions on a topic of a great importance: The Oval Office
.“

Auf der IKEA-Website hat der Benutzer die Möglichkeit, das Oval-Office nach eigenem Gusto zu möblieren – mit IKEA-Möbeln versteht sich. Eine isometrische Darstellung des leer geräumten Oval Office bildet den Spiel-Raum und lädt zur Gestaltung ein. Ein buntes Sortiment real existierender IKEA-Möbel und Accessoires vom Schreibtisch über das Wandregal bis zu Flipchart und Zimmerpflanze steht zur Auswahl. Die Möbelstücke werden per drag & drop perspektivisch korrekt im Office platziert, gedreht und verschoben. Gleichzeitig werden separat Beschreibungen dieser Möbel gezeigt. Ein Klick und der Benutzer findet sich in IKEAs Online-Angebot wieder.

Die Software arbeitet intuitiv und exakt, was die Experimentierfreude anspornt. Nach ein paar Klicks fühlt sich selbst der sprödeste User als kreativer Interieurdesigner. Das Werk kann nach seiner Vollendung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, ausgedruckt oder an Freunde versendet werden. Ferner gibt es eine Galerie der besten Einrichtungsentwürfe, aus der Mr. Präsident später wählen kann.

Ein gelungener Streich des pfiffigen Möbel-Herstellers, der ein beherrschendes Thema nutzt, um Präsenz, Sympathie und Schulterschluss zu schaffen. Ein Stückchen „Basisdemokratie“, das  neben der Funktionslust des Anwenders auch die Umsätze der cleveren Schweden beflügeln dürfte.